Wer sind wir?

2014 wurde das Projekt "Altsächsisches Gräberfeld" mit einer umfangreichen Seminarreihe über das sächsische Gräberfeld Liebenau/Steyerberg und das frühmittelalterliche Leben in der Region gestartet. Dieses Projekt  wird unterstützt von dem Förderprogramm ehrenWERT. der Klosterkammer Hannover. Die Seminarreihe dauert noch bis Ende 2017. Auf dieser Basis fanden sich ehrenamtlich Interessierte zusammen, die im Mai 2016 den Verein RAUZWI - Lebendige Archäologie Mittelweser e.V. gründeten.

Wir wollen die Vor- und Frühgeschichte der Region Mittelweser, besonders im Rahmen des Gräberfeldes zwischen Liebenau und Steyerberg, archäologisch und historisch erforschen, bewahren, aufarbeiten und mittels Lebendiger Archäologie der Öffent­lichkeit zugänglich machen.

Wir haben gerade erst angefangen und noch viele Ideen auf Lager!

Erste Geländearbeiten

Am 15. April 2017 wurde das Dreiecksgelände mit weiteren Features aufgepeppt:

In Absprache mit Sandra und Hildegard vom Geländeplanungsteam haben wir (Anja und Bettina) bei Hildegard verschiedene Pflanzen ausgegraben (dickes Dankschön an Hildegard dafür!) und in Form einer Hecke auf das Dreieck gepflanzt. Die Hecke beginnt ziemlich weit Richtung Straße und zieht sich entlang der jetzigen Feldgrenze. Zwischen den kleinen Heckenpflanzen und dem Feld liegt nun der Strauchschnitt. Wir haben die Sträucher zurückgeschnitten und teils auch Blätter entfernt, damit sie nicht so viel Wasser verdunsten und es beim Anwachsen leichter haben. Das hat zur Folge, dass man sie nicht mehr so gut sehen kann. Von dem Strauchschnitt erhoffen wir uns etwas Schutz für die Pflänzchen.

Da die Hecke vor allem Sicht- und Windschutz bieten soll, haben wir von der Straße aus gesehen mit Weißdorn, einer Heckenrose und Ilex angefangen, dann Holunder und Haselnüsse gesetzt und dazwischen eine Erle und eine Linde.

Jenseits der Eiche, also von dort aus weiter am Feld längs Richtung Aue, haben wir Bruchweiden gesteckt - und zwar als lange, dicke Hölzer in Vorbereitung der künftigen Kopfweidenform. Künftig sind auch noch zum Korbflechten geeignete Weiden (Korb-, Silber- oder Purpurweiden) angedacht, solche standen uns jetzt nicht zur Verfügung.

An der Sitzgruppe haben wir in der Hauptwindrichtung ebenfalls ein paar Weiden gesteckt. Also wir dort saßen, haben wir nämlich bemerkt, wie extrem zugig es dort ist. Also: Völlig sinnlos wirkende Pömpel bitte einfach stehen lassen.

In der Mittagszeit kam Volker vorbei und hat unter MIthilfe von Jens einen weiteren Pfosten für unser Kompostklo gesetzt. Auf dem Foto ist es der ganz links.

Zum Schluss haben Jens und Heiko noch ein Regalbrett im Grubenhaus angebracht, außerdem einzelne Haken. Dabei haben sie Löcher nur in die Wandbohlen gebohrt, damit die tragenden Teile unversehrt bleiben. Jetzt muss man endlich nicht immer alles auf die Erde legen.

Geschafft: Einweihung des sächsischen Grubenhauses am 25. März 2017

Wir sind froh und stolz, die Fertigstellung unseres ersten Gebäudes am Gräberfeld feiern zu können. Das haben wir der Unterstützung vieler Verbündeter zu verdanken: Fachliche Hilfe kam von Seiten unseres Beirates und weiterer Experten, umfangreiche Unterstützung durch die Gemeinden – manchmal auch ganz unbürokratisch auf dem kleinen Dienstweg. Besonders hervorzuheben ist auch das tatkräftige Engagement unserer Vereinsmitglieder und vieler Freunde. All diese Anstrengungen tragen nun erste Früchte. Unser Grubenhaus ist „bezugsfertig“. Außerdem haben wir in den letzten Wochen nochmal Gas gegeben, um das Gelände etwas herzurichten und ein paar Sitzgelegenheiten zu schaffen.

Die nächsten Termine

Montag, 31. 07. 2017

Grabungskampagne 2017:

In diesen sechs Wochen führen wir die Ausgrabung an der bisherigen Grabungsfläche weiter und hoffen auf weitere Siedlungsspuren. Als Grabungsleiter konnten wir wieder Tobias Scholz gewinnen.